Premierminister Boris Johnson konnte es mit seiner neuen Mehrheit im Parlament endlich durchbringen.
Es gab 330 Stimmen dafür, 231 dagegen. Damit steht einem EU-Austritt am 31. Januar nichts mehr im Wege. Das Gesetz muss zwar noch durchs Oberhaus, aber das ist reine Formsache. Der Brexit deal beinhaltet Austritts-Vereinbarungen und setzt eine 11-monatige Übergangsfrist in Gang, die am 31. Dezember endet und eine umfassende Partnerschaft zum Ziel hat. 2020 werden die EU-Gesetze und Verordnungen im Vereinigten Königreich weiter gelten. Weitere Verhandlungen konzentrieren sich auf Regelungen über die Beziehungen nach dem EU-Austritt mit einem engen Zeitplan und der Gefahr eines Brexits ohne Vereinbarungen. Die Europäische Kommission hat bereits gewarnt, dass die Zeit für Verhandlungen bis Jahresende extrem kurz sei. Der britische Premierminister wiederholte Aussagen, wonach keine Verlängerung der Übergangsfrist beabsichtigt ist. Das Vereinigte Königreich soll so schnell wie möglich von den EU-Regelungen unabhängig werden. Dadurch besteht die Aussicht auf Vereinbarungen über Einzelpunkte mit Priorität und nur einem Teilabschluß.